Top 5 Autorentipps

Top 5 Autorentipps von Simone Bauer für die große Störfunk-Schriftstellersendung!

Tipp 1:

Ihr könnt durchaus erst einmal ausgelutschte Floskeln wie „Sie biss sich nachdenklich auf die Lippe“ in euer Worddokument tippen – nur solltet ihr es vielleicht danach wieder löschen. Satzhülsen und unlogische Behauptungen fliegen am besten wieder raus, wenn ihr den Text einen Tag oder, besser, eine Woche liegen lasst.

Tipp 2:

Erlaubt euch selbst ruhig, euch selbst eine Runde zu feiern, wenn ihr einen guten Einfall habt, der alles rund macht. Denn es könnte sein, dass ihr euch im nächsten Moment hasst, weil ihr euch selbst in eine Falle geschrieben habt.

Tipp 3:

Anschlussfehler sind übrigens auch ein sehr ernstzunehmendes Problem. Im Film beschreibt das den stimmigen Übergang zwischen zwei Einstellungen – und im Buch eben zwischen zwei Szenen. Gerade war noch Sommer, aber im nächsten Abschnitt Winter, obwohl nur der nächste Tag ist? Mir persönlich hilft übrigens ein Zeitstrahl, speziell, wenn ich Wochentage explizit erwähne: Auf einem großen Blatt Papier notiere ich mir Montag bis Freitag und darunter die Ereignisse und wichtige Details.

Tipp 4:

Denkt euch eine gute Hintergrundgeschichte aus, auch, wenn ihr sie vielleicht nicht direkt verwendet.

Tipp 5:

Zu guter Letzt ein Tipp einer amerikanischen Freundin von mir: „Character voices“. Damit sind nicht etwa die Stimmen gemeint, sondern die Sprechweise. Nicht jeder eurer Charaktere wird dieselben Worte wählen. Das kann am Alter liegen, an der Herkunft. Alte Damen fluchen anders als junge Hüpfer, zum Beispiel. Es wäre auch nur logisch, dass einer gebildeter klingt als der andere, je nach Hintergrundgeschichte passend. Das bringt eine große Abwechslung ins Lesevergnügen – und euch sicher eine Menge Spaß.

 

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